Alfred Adler 7. Februar 1870 in Rudolfsheim
† 28. Mai 1937 in Aberdeen
An dieser Stelle werden Persönlichkeiten der Psychologie kurz und allgemein verständlich in Wort und Bild dargestellt. Es handelt sich um Personen - von Josef Breuer bis Josef Rattner - die sich in und um die (Individual-) Psychologie einen Namen gemacht haben. Dabei steht die Sichtweise des Autors auf diese Person im Vordergrund.
Die Cartoons zu den Persönlichkeiten sollen Merkmale herausstellen, die die Persönlichkeit auszeichnet. Das dies auf humoristische Art geschieht, gedenkt auch der Tatsache, dass Humor in der Individualpsychologie einen , insbesondere in der Beratung, festen Platz hat.

Biographien

 

Alfred Adler 1870 - 1937
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Erik Blumenthal 1914 - 2004
Josef Rattner 1928 geboren

Betrachtungen

Josef Breuer 1842 - 1925
Sigmund Freud
1856 - 1939
Alfred Adler 1870 - 1937

Carl Gustav Jung
1875 - 1961
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972

Oskar Spiel 1892 - 1961
Sofie Lazarsfeld 1882 - 1976
Manès Sperber 1905 - 1984

Erik Blumenthal 1914 - 2004

Medard Boss 1903 - 1990
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Josef Rattner 1928 geboren

 
 

Zeichnung:  
Martin Mohr

Künstler und Kirchenmalermeister
Wohnt in München
Mehr unter: www.dermohr.net

 

„Kurz nachher kam ich in die Volksschule. Meine Erinnerung sagt mir, dass ich auf dem Wege in die Volksschule über einen Friedhof gehen mußte. Da hatte ich nun jedes Mal Furcht und sah es mit großem Mißbehagen, wie die anderen Kinder harmlos den Friedhofweg gingen, während ich ängstlich und mit Grauen Schritt vor Schritt setzte. Abgesehen von der Unerträglichkeit der Angst quälte mich der Gedanke, an Mut den anderen nachzustehen. Eines Tages faßte ich den Entschluß, dieser Todesangst ein Ende zu machen. Als Mittel wählte ich wieder die Abhärtung. (…) Ich blieb eine Strecke hinter den anderen Kindern zurück, legte meine Schultasche an der Friedhofsmauer auf die Erde und lief wohl ein dutzendmal über den Friedhof hin und zurück, bis ich dachte, der Furcht Herr geworden zu sein. Später glaube ich den Weg ohne Angst gegangen zu sein“.

Als der erwachsene Alfed Adler die Wohngegend seiner Kindheit erneut aufsuchte, stellte er fest, dass es auf seinem Schulweg gar keinen Friedhof gegeben haben kann. Die komplette Erinnerung ist ein Werk seiner freien schöpferischen Kraft und es stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Todesnähe in Adlers Lebensstil spielt.  

Quelle: Adler zitiert nach Josef Rattner: Alfred Adler, Reinbek: rororo, 1987, S. 47f

(erschienen 2008)

Autorin:  
Antje Kirchhoff

Diplom Pädagogin
Beraterin, Supervisorin, Coach, 
Personal-, Organisationsentwicklerin
Leiterin des Hamburger Institutes für pädagogische 
Beratung und Supervision e.V.
Lehrberaterin (Hipbs, cwd)

 

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letzte Änderung der Seite:
 04. December 2010