Rudolf Dreikurs  * 8. Februar 1897 in Wien
† 25. Mai 1972 in Chicago
An dieser Stelle werden Persönlichkeiten der Psychologie kurz und allgemein verständlich in Wort und Bild dargestellt. Es handelt sich um Personen - von Josef Breuer bis Josef Rattner - die sich in und um die (Individual-) Psychologie einen Namen gemacht haben. Dabei steht die Sichtweise des Autors auf diese Person im Vordergrund.
Die Cartoons zu den Persönlichkeiten sollen Merkmale herausstellen, die die Persönlichkeit auszeichnet. Das dies auf humoristische Art geschieht, gedenkt auch der Tatsache, dass Humor in der Individualpsychologie einen , insbesondere in der Beratung, festen Platz hat.

Biographien

 

Alfred Adler 1870 - 1937
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Erik Blumenthal 1914 - 2004
Josef Rattner 1928 geboren

Betrachtungen

Josef Breuer 1842 - 1925
Sigmund Freud
1856 - 1939
Alfred Adler 1870 - 1937

Carl Gustav Jung
1875 - 1961
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972

Oskar Spiel 1892 - 1961
Sofie Lazarsfeld 1882 - 1976
Manès Sperber 1905 - 1984

Erik Blumenthal 1914 - 2004

Medard Boss 1903 - 1990
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Josef Rattner 1928 geboren

 
 

Zeichnung:  
Sabine Gruchmann-Schneider

ausgebildete Kirchenmalerin
Studium der Kunstpädagogik und anderer Fächer für das Lehramt
Lehrerin an der Realschule

 

Rudolf Dreikurs steht in der Tradition der von Alfred Adler begründeten Individualpsychologie und hat sie maßgeblich für Erziehungsprozesse in Familie und Schule nutzbar gemacht und weiterentwickelt. Er begegnete Alfred Adler als Medizinstudent im WienerArbeiterrat und war beeindruckt von Adlers psychologischem Ansatz. Nach Studium und Promotion widmete sich Dreikurs der Individualpsychologie in Vorträgen, Kursen und Publikationen. 1937 emigrierte er in die USA. Dort gab er die Individual Psychology News und das Individual Psychology Bulletin heraus und gründete das American Journal of Individual Psychology. 1942 wurde er Professor für Psychiatrie und gründete das Alfred Adler Institute in Chicago, das heute Universitätsstatus besitzt.
Seine Arbeiten wurden weit über die USA hinaus bekannt. Auf der Grundlage der Individualpsychologie entwickelte er eine eigene psychotherapeutische Schule, die Teleoanalyse. Ab 1962 führte er regelmäßig internationale Ferienkurse (ICASSI) für individualpsychologisch interessierte Lehrer, Ärzte, Psychologen und andere Berufe durch.
Im Zentrum seines psychologischen Ansatzes stehen kindliche/menschliche Nahziele, die in der Interaktion zwischen Erwachsenen und Kindern immer wieder zu Störungen in Beziehungs- und Lernprozessen führen. Seine vielen Erziehungsratgeber verdeutlichen den Erwachsenen, wie sie Kinder verstehen können und wie die Erziehungsprinzipen „Ermutigung“ und „Konsequenz“ den Erwachsenen helfen, Kinder als Partner zu gewinnen. Auf der Basis des Familien- oder Klassenrates üben Erwachsene und Kinder demokratisches Verhalten. Zu seinen Hauptwerken im deutschsprachigen Raum zählen „Eltern und Kinder – Freunde oder Feinde?“, „Ermutigung als Lernhilfe“, „Familienrat“, „Kinder fordern uns heraus“, oder „Psychologie im Klassenzimmer“. Weniger bekannt sind seine Arbeiten zur Paar- und Partnerberatung wie z.B. „Soziale Gleichwertigkeit“.

(erschienen 2008)

Autorin:  
Dr. Dagmar Kasüschke

Fachhochschule Düsseldorf
Professorin für Pädagogik der
frühen Kindheit

 

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 04. December 2010