Sigmund Freud  * 6. Mai 1856 in Freiberg (Mähren)
† 23. September 1939 in London
An dieser Stelle werden Persönlichkeiten der Psychologie kurz und allgemein verständlich in Wort und Bild dargestellt. Es handelt sich um Personen - von Josef Breuer bis Josef Rattner - die sich in und um die (Individual-) Psychologie einen Namen gemacht haben. Dabei steht die Sichtweise des Autors auf diese Person im Vordergrund.
Die Cartoons zu den Persönlichkeiten sollen Merkmale herausstellen, die die Persönlichkeit auszeichnet. Das dies auf humoristische Art geschieht, gedenkt auch der Tatsache, dass Humor in der Individualpsychologie einen , insbesondere in der Beratung, festen Platz hat.

Biographien

 

Alfred Adler 1870 - 1937
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Erik Blumenthal 1914 - 2004
Josef Rattner 1928 geboren

Betrachtungen

Josef Breuer 1842 - 1925
Sigmund Freud
1856 - 1939
Alfred Adler 1870 - 1937

Carl Gustav Jung
1875 - 1961
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972

Oskar Spiel 1892 - 1961
Sofie Lazarsfeld 1882 - 1976
Manès Sperber 1905 - 1984

Erik Blumenthal 1914 - 2004

Medard Boss 1903 - 1990
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Josef Rattner 1928 geboren

 
 

Zeichnung:  
Sabine Gruchmann-Schneider

ausgebildete Kirchenmalerin
Studium der Kunstpädagogik und anderer 
Fächer für das Lehramt
Lehrerin an der Realschule

 

Siegmund Freud ist der Begründer der Psychoanalyse und gilt als der erste, der dasUnbewusste zum Gegenstand nachvollziehbarer Forschung und damit dieses als Allgemeingut in unser Denken befördert hat. Unbewusst ist nach Freud alles, was vergessen ist oder nicht im Mittelpunkt des Aufmerksamkeitsscheinwerfers steht.
Nach seiner Lehre sind alle psychischen Prozesse - Handlungen, Gefühle, Charakterzüge, Fehlleistungen, Träume, Neurosen etc. - durch unbewusste Kräfte determiniert. Mit der Annahme des Unbewussten ergeben sich zwei Ableitungen:
  1. Triebe, die man aus dem Bewusstsein verdrängt, existieren und wirken dennoch weiter.
  2. Unbewusste Motive bleiben unbewusst, weil wir daran interessiert sind, ihrer nicht bewusst zu werden. In diesem Zusammenhang ist im Rahmen einer Therapie oder Beratung das Phänomen des Widerstandes zu verstehen.

Neurosen erklärt Freud durch Konflikte zwischen unterschiedlichen unbewussten Triebregungen. Diese können sexueller oder destruktiver Natur sein. Sexualität –Libido  - wird im umfassenderen Sinne allgemeiner Bedürfnisse und Leidenschaften verstanden. Neben dem Sexualtrieb nimmt Freud in seinem Spätwerk einen Zerstörungs- bzw. Todestrieb an, den er mit den vielfältigen Phänomenen zerstörerischen Handelns des Menschen begründet.

Darüber hinaus hat Freud eine Methodik der Psychotherapie mit den Kernelementen der Übertragung, des Widerstandes und der freien Assoziation entwickelt, die in allen tiefenpsychologisch fundierten Richtungen bis heute Bestand hat.

(erschienen 2008)

Autor:  
Dennis Mohr

Psychologischer Psychotherapeut 
in eigener Praxis
Individualpsychologischer Analytiker
Seminar und Gruppenleiter am 
Alfred-Adler-Institut Neuss
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letzte Änderung der Seite:
 04. December 2010