Manès Sperber * 12.12.1905 in Zablotów, Galizien
† 5. Februar 1984 in Paris
An dieser Stelle werden Persönlichkeiten der Psychologie kurz und allgemein verständlich in Wort und Bild dargestellt. Es handelt sich um Personen - von Josef Breuer bis Josef Rattner - die sich in und um die (Individual-) Psychologie einen Namen gemacht haben. Dabei steht die Sichtweise des Autors auf diese Person im Vordergrund.
Die Cartoons zu den Persönlichkeiten sollen Merkmale herausstellen, die die Persönlichkeit auszeichnet. Das dies auf humoristische Art geschieht, gedenkt auch der Tatsache, dass Humor in der Individualpsychologie einen , insbesondere in der Beratung, festen Platz hat.

Biographien

 

Alfred Adler 1870 - 1937
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Erik Blumenthal 1914 - 2004
Josef Rattner 1928 geboren

Betrachtungen

Josef Breuer 1842 - 1925
Sigmund Freud
1856 - 1939
Alfred Adler 1870 - 1937

Carl Gustav Jung
1875 - 1961
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972

Oskar Spiel 1892 - 1961
Sofie Lazarsfeld 1882 - 1976
Manès Sperber 1905 - 1984

Erik Blumenthal 1914 - 2004

Medard Boss 1903 - 1990
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Josef Rattner 1928 geboren

 
 

Zeichnung:  
Rupert Klein

Dipl. Ingenieur Maschinenbau
Coach ViBD
Leitender Angestellter in der Industrie
Schwerpunkt Produktion und Qualitätsmanagement

Am 12.12.1905 geboren, wendet sich der aus einer frommen chassidischen Rabbinerfamilie stammende Manès Sperber angesichts der beobachteten Kriegswirren (1914/18) vom Judentum des ostgalizischen Örtchens Zablatow zum revolutionären Kommunismus der Metropole Wiens. Er lernt dort 1924 Adler bei einem Vortrag kennen und gilt bald als dessen bevorzugter Schüler. Neben Otto und Alice Rühle und Erwin Wexberg gehört er zum  marxistischen Flügel der IP. Trotzdem wird Sperber als Hoffnungsträger 1927 nach Berlin entsandt, um die drohende Spaltung der dortigen IP-Vereinigung unter Fritz Künkel abzuwenden.  Im gleichen Jahr tritt er der Kommunistischen Partei bei und leitet zeitgleich - mit Unterbrechung:  1931 gründet Sperber die IP Gesellschaft in Jugoslawien - die Individualpsychologische Vereinigung in Berlin bis zu seinem Ausschluß aus der Individualpsychologie im Jahr 1932. Sperber wurde ausgeschlossen wegen theoretischen Dissens und des Versuches Individualpsychologie und Marxismus zu vereinen.  Seiner Inhaftierung 1933 in Berlin entkommt er dank eines einflußreichen Sohnes einer dankbaren Klientin. Er flieht über verschiedene Stationen nach Paris, wo er am 5. Feb. 1984  im Alter von 78 Jahren stirbt.

Das Werk des als Schriftsteller, Sozialpsychologen und Philosophen bekannten Sperber wird u.a. 1975 mit dem Georg-Büchner-Preis, 1979 mit der Buber-Rosenzweig Medaille und 1983 dem Friedenspreis des dt. Buchhandels ausgezeichnet. Zu seinen wichtigsten Werken gehören „Zur Analyse der Tyrannis“ (1939, 1975), „Wie eine Träne im Ozean“ (1961) und seine Autobiografie „All das Vergangene“ (1983). Weniger bekannt sind Werke wie „Das Unglück begabt zu sein“ (1938, dt. 1975) , „Alfred Adler, der Mensch und seine Lehre“ (1926), „Alfred Adler oder das Elend der Psychologie“ (1970), „Individuum und Gemeinschaft“ (1978)

(erschienen 2008)

Autor:  

Thomas Vierus

Dipl. Theologe
Leitender des Personalstabes 
einer Non-Profit-Organisation

 

 

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 04. December 2010