Oskar Spiel * 5. Mai 1892 in Wien, † 1. August 1961 in Wien
An dieser Stelle werden Persönlichkeiten der Psychologie kurz und allgemein verständlich in Wort und Bild dargestellt. Es handelt sich um Personen - von Josef Breuer bis Josef Rattner - die sich in und um die (Individual-) Psychologie einen Namen gemacht haben. Dabei steht die Sichtweise des Autors auf diese Person im Vordergrund.
Die Cartoons zu den Persönlichkeiten sollen Merkmale herausstellen, die die Persönlichkeit auszeichnet. Das dies auf humoristische Art geschieht, gedenkt auch der Tatsache, dass Humor in der Individualpsychologie einen , insbesondere in der Beratung, festen Platz hat.

Biographien

 

Alfred Adler 1870 - 1937
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Erik Blumenthal 1914 - 2004
Josef Rattner 1928 geboren

Betrachtungen

Josef Breuer 1842 - 1925
Sigmund Freud
1856 - 1939
Alfred Adler 1870 - 1937

Carl Gustav Jung
1875 - 1961
Rudolf Dreikurs 1897 - 1972

Oskar Spiel 1892 - 1961
Sofie Lazarsfeld 1882 - 1976
Manès Sperber 1905 - 1984

Erik Blumenthal 1914 - 2004

Medard Boss 1903 - 1990
Viktor Emil Frankl 1905 - 1997
Josef Rattner 1928 geboren

 
 

Zeichnung:  
Sabine Gruchmann-Schneider

ausgebildete Kirchenmalerin
Studium der Kunstpädagogik und anderer 
Fächer für das Lehramt
Lehrerin an der Realschule

 

Oskar Spiel, führender Wiener Reformpädagoge, Individualpsychologe, ab 1921 dem Kreis um Alfred Adler zugehörig, war Schulleiter zweier  individualpsychologischer Versuchsschulen  und Professor der Pädagogischen Hochschule, Wien.
Zusammen mit Ferdinand Birnbaum und Franz Scharmer  gründete Oskar Spiel 1931 die erste individualpsychologische Versuchsschule für 10–14-jährige Buben in einem Wiener Arbeiterviertel.

Ziel seiner Arbeit war die Humanisierung und Individualisierung  des Schulbetriebs durch:

  • Einführung der „Klassenbesprechung“  - eine „gruppentherapeutische Unternehmung“
  • Methodisch-didaktische Neuerungen

    - Abschaffung des Frontalunterrichts

    - Einführung der Gruppenarbeit

    - Beteiligung der Schüler an „Lehrzielkatalogen und Lehrzielinhalten“

  • Versuch einer fast straf- und regressionsfreien Erziehungsatmosphäre
  • Intensive Einbeziehung des Elternhauses
  • Supervision und wissenschaftliche Begleitung der Lehrkräfte

Mit dem Sieg des Austrofaschismus 1934 wurde die Versuchsschule aufgelöst,  Oskar Spiel zwangsversetzt und bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum Schweigen verurteilt.
Er nutzte die Zeit, indem er in seinem Hauptwerk „Am Schaltbrett der Erziehung“(1947) die Anwendungsmöglichkeit der Individualpsychologie in der Schule systematisch darstellte (heute noch aktuell!) und leitete von 1945 – 60 die zweite individualpsychologische Schule.

1988 eröffnete unter der Leitung von Mag. H. Rosenmayr die Wiener  „Oskar Spiel Schule“, die sich  der Österreichischen Reformpädagogik im Sinne Spiels verpflichtet fühlt.

(erschienen 2008)

Autorin:  
Annegret Hempel

Staatliche Schulpsychologin an Förderschulen
Sonderschuloberlehrerin, Coach VIBD, 
Coach “Synchronizing“
Referentin in der Lehrerweiterbildung

 

 

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letzte Änderung der Seite:
 04. December 2010